BIOGRAFIE
Stéphane Mottoul – Organist und Dirigent
Stéphane Mottoul ist ein renommierter Improvisator und führender Interpretenorganist, geschätzt für seine Virtuosität, seine musikalische Sensibilität und seinen poetischen Zugang zur Orgel.
Er studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart sowie am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse Paris bei renommierten Lehrern wie Ludger Lohmann (Orgel), Pierre Pincemaille, Thierry Escaich und László Fassang (Improvisation) sowie bei Jean‑François Zygel und Yves Henry (Harmonie, Kontrapunkt, Fuge). Seine Ausbildung ergänzte er mit einem Master in Kirchenmusik an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau und ist Fellow des Royal College of Organists (UK).
Parallel zu seiner Tätigkeit als Organist widmet sich Stéphane auch der Dirigierkunst. Er bildete sich an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK) bei Iwan Wassilievski, in München bei Hansjörg Albrecht und in Belgien unter der Leitung von Guy van Waas weiter.
Für seinen einfallsreichen Umgang mit Registrierungen und seine fein abgestimmte Technik (Music Web International, 2018) wurde er mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der Hubert‑Schoonbroodt-Preis für vielversprechende junge Organisten sowie beim Internationalen Orgelwettbewerb Dudelange (Luxemburg) 2015 der Erste Preis und der Publikumspreis für Improvisation sowie der Dritte Preis für Interpretation.
Er konzertiert in Europa und Nordamerika als Solist, Kammermusiker und mit Orchester. Sein Repertoire ist umfassend und vielfältig, von der Frühbarockmusik bis zum 21. Jahrhundert. Stéphane erkundet die Orgel in allen Facetten: Improvisationen zu Stummfilmen, Werke mit Orchester (Sturm und Klang, Century 21st, Luzerner Symphonieorchester) auf historischen und zeitgenössischen Instrumenten.
2017 nahm er seine erste CD für das Label Aeolus auf, die das komplette Orgelwerk von Maurice Duruflé umfasst und international hochgelobt wurde.
Im Oktober 2020 wurde Stéphane Mottoul zum Hof- und Stiftsorganisten an der Hofkirche St. Leodegar in Luzern, Schweiz, ernannt, wo er das monumentale Orgelinstrument des Hauses in Szene setzt. Seit seiner Ernennung realisierte er mehrere bedeutende Projekte: die Gesamteinspielung der Orgelwerke von J.S. Bach in 14 Konzerten (2022), die großen Zyklen des romantischen Repertoires (2023) und die Gesamteinspielung der Werke von Louis Vierne (2024). Gleichzeitig entwickelt er seine Tätigkeit als Dirigent im Rahmen des Labels und der Konzertreihe Musik am Hof mit dem FestivalOrchestra Hofkirche Luzern.
2025 erschien sein Doppel-CD „Lamento e Trionfo“ (Aeolus), mit Werken von Franz Liszt und Richard Wagner, aufgenommen auf der Orgel der Hofkirche. Die CD wird von der Kritik einhellig für ihre Virtuosität, poetische Tiefe und dramatische Vision gelobt, erhielt fünf Sterne bei Orgelnieuws und zählt zu den besten Orgelaufnahmen des Jahres, ausgewählt von Fono Forum.
"Eine souveräne Virtuosität verbunden mit einem poetischen Gespür von großer Subtilität.“
Orgelnieuws, 2018
★★★★★ "Stéphane Mottoul zeigt höchste Kunstfertigkeit und perfekte Beherrschung des Instruments.“ Orgelnieuws, 2026
"Ein einfallsreicher und raffinierter Einsatz der Registrierungen der Orgel.“
MusicWeb International UK, 2018
★★★★★ "Eine künstlerische und klangliche Meisterleistung von außergewöhnlicher Qualität.“
Fono Forum, 2025


